Ein Rickschafahrer fährt eine ältere Dame in einer Rikscha durch Hamburg | © SAGA / Tobias Iliev-Granow
4. März 2024
Stadtgespräch

Mit der Rikscha durch Hamburg

Auf St. Pauli, in Altona-Altstadt und der Sternschanze können mobilitätseingeschränkte Seniorinnen und Senioren dank ehrenamtlicher Jugendlicher und E-Rikschas wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben und Ausflüge durch die Stadt und ihre Nachbarschaft unternehmen. Unterstützt wird das Projekt von der SAGA GWG Stiftung Nachbarschaft.

Es ist kühl an diesem Samstag im Februar. Aber die Sonne scheint. Perfekte Bedingungen für eine kleine Tour durch die Stadt. Das findet auch Sunny Kapoor. Er ist einer von 40 ehrenamtlichen Rikschafahrerinnen und -fahrern des Vereins Convenit. Sie treffen sich regelmäßig mit mobilitätseingeschränkten Seniorinnen und Senioren, insbesondere aus Altona-Altstadt, St. Pauli und der Sternschanze, und unternehmen mit ihnen kostenlos Ausflüge durch die Stadt – zum Beispiel durch den Wohlers Park bis zur Elbe. Auch nächtliche Kiez-Touren stehen auf dem Programm. Ziel ist es, einen lebendigen Austausch zwischen Menschen jeden Alters zu fördern und Nachbarschaften zu stärken. „Ich bin gerne mit den Seniorinnen und Senioren unterwegs. Es entstehen immer superspannende Gespräche und ich erfahre auch oft viel über das Hamburg von früher“, erzählt Sunny Kapoor.

Die Idee zu den Touren hatte Marko Schier. „In Dänemark habe ich beobachtet, wie ältere Menschen glücklich und strahlend in Rikschas saßen. Dies hat mich dazu inspiriert, etwas Ähnliches auch in Hamburg anzubieten, jedoch mit dem Fokus darauf, Generationen zusammenzuführen. Vor drei Jahren starteten wir mit der ersten Rikscha. Das Projekt wurde von Anfang an sehr gut angenommen und die Nachfrage ist kontinuierlich gewachsen.“ Inzwischen hat er fünf Rikschas, weitere sollen folgen.

Lenkrad einer Rikscha | © SAGA / Tobias Iliev-Granow

Finanziert wird das Projekt hauptsächlich durch Spenden. Auch die SAGA GWG Stiftung Nachbarschaft unterstützt das Projekt. Die Rikschafahrerinnen und -fahrer sind Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende und Junggebliebene. In Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe können Jugendliche ihre Sozialstunden beim Verein ableisten. „Unser Ziel ist es, Jung und Alt zusammenzubringen, das Verständnis zwischen den Generationen zu fördern und die Wertschätzung sowie Toleranz in der Nachbarschaft zu stärken“, sagt Marko Schier. Mitmachen kann jede und jeder. Alles, was die Rikscha-Fahrenden brauchen, ist eine kurze Einweisung. Die Mitfahrerinnen und Mitfahrer werden von Convenit vermittelt.

Renate Reinhold lässt sich gerne durch die Stadt kutschieren. Sie genießt es rauszukommen und Zeit mit jungen Leuten zu verbringen. „Es ist immer so erfrischend“, sagt sie. Man lache viel zusammen und habe sich immer etwas zu erzählen. Das hält jung, findet sie.

Sie wollen mitmachen?

Für Fragen zum Projekt und Buchungen der Rikscha einfach an den Verein Convenit wenden.

Zur Website wechseln.

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Text: Lisa Breidthardt / Fotos: Tobias Iliev-Granow

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