Historische Aufnahme der Lenzsiedlung  | © Erich Andres

Historische Aufnahme der Lenzsiedlung.

STADTGESPRÄCH

50 Jahre Lenzsiedlung

Vor 50 Jahren wurde der Grundstein für die Lenzsiedlung in Lokstedt gelegt. Die Großwohnsiedlung, die in den 1970er Jahren aus der Vision entstand, Urbanität durch Verdichtung zu schaffen, hat seit ihrer Entstehung eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen. Heute ist die Lenzsiedlung Heimat für rund 3.000 Menschen. Sie ist ein Beispiel für gelungene Nachbarschaft und Quartiersentwicklung.

 

TEXT Lisa Breidthardt

Die Lenzsiedlung umfasst mehr als 1.000 Wohnungen, von denen 996 der SAGA gehören. Ursprünglich als Förderprojekt des sozialen Wohnungsbaus konzipiert, hat sich die Siedlung in den letzten Jahrzehnten gewandelt. Die Belegungsbindung lief vor einigen Jahren aus, doch die SAGA blieb ihrer sozialen Verantwortung treu: Mieterhöhungen werden moderat und sozialverträglich gestaltet, wodurch die Wohnungen weiterhin für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen bezahlbar bleiben. Mit einer Durchschnittsmiete von aktuell rund 6,90 Euro pro Quadratmeter liegt die Lenzsiedlung deutlich unter dem Hamburger Mietenspiegel.

 

 

Gekommen, um zu bleiben 

 

Für viele Bewohnerinnen und Bewohner ist die Lenzsiedlung weit mehr als ein Wohnort. Erstmieterin Renate Hinz erinnert sich an die Anfangsjahre:

 

„Das erste, was ich von der Lenzsiedlung gesehen habe, war das kleine Bauschild aus Holz mit der Aufschrift „Hier baut die SAGA“. Und als es dann losging, habe ich mich gleich für eine Wohnung beworben. Als wir dann 1975 hier eingezogen sind, war alles neu und modern. Die Wohnungen waren hell und familienfreundlich geschnitten, und die Nähe zur Osterstraße machte die Lage besonders attraktiv. Wir hatten schon vorher in Eimsbüttel gewohnt und wollten unbedingt in der Nähe bleiben.“

 

Ein halbes Jahrhundert später wohnt Renate Hinz immer noch im Quartier. „Ich mag die Wohnung und wohne hier sehr gerne“, sagt sie. Was sie an der Lenzsiedlung besonders schätzt, ist der starke Zusammenhalt der Nachbarschaft. „Wenn man Hilfe braucht, ist immer jemand da. Als beispielsweise mein Mann vor neun Jahren verstorben ist, war die Anteilnahme sehr groß“.

 

Auch für die SAGA selbst hat die Lenzsiedlung einen besonderen Stellenwert: „Als Quartiersentwicklerin investieren wir sowohl in den Bestand als auch in die Modernisierung des Wohnumfeldes“, erklärt Marlen Werner, Leiterin der SAGA-Geschäftsstelle Eimsbüttel. Diese Investitionen können sich sehen lassen: Im vergangenen Jahr wurde eine neue Skateranlage eingeweiht, die je zur Hälfte von der SAGA und dem „Stadtentwicklungsfonds Lebendige Quartiere“ der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen finanziert wurde. Außerdem wurden die Grün- und Spielflächen im Innenhof aufgewertet. In Planung sind derzeit die Erneuerung aller Aufzüge und Fahrradstellplätze für Lastenräder sowie eine moderne Außenbeleuchtung.

 

 

Von der Großwohnsiedlung zum lebendigen Quartier

 

Bis in die 1990er-Jahre war die Lenzsiedlung eher schlecht beleumundet. Doch dank des Engagements von Organisationen wie dem Verein Lenzsiedlung e.V. hat sich das Bild in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Der Verein bietet mit seinen rund 30 Mitarbeitenden ein breites Angebot für alle Altersgruppen, von der Kinder- und Jugendarbeit über die Familienberatung bis hin zu Seniorentreffs. Dieses Engagement stärkt das Miteinander und fördert eine lebendige Nachbarschaft.


Der breiteren Öffentlichkeit ist die Lenzsiedlung auch aus Film und Fernsehen bekannt. Sie ist ein beliebter Drehort – unter anderem wurden hier schon beliebte Serien wie Notruf Hafenkante und Nachtschicht mit Armin Rohde gedreht.

 

 

Jubiläum im Zeichen der Gemeinschaft

 

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens fand kürzlich ein kleines Weihnachtsfest in der Siedlung statt. Die Bewohnerinnen und Bewohner feierten bei entspannter Livemusik, wärmenden Getränken und kulinarischen Köstlichkeiten. Besonders beliebt war ein Foto-Stand, an dem sich die Teilnehmenden fotografieren lassen konnten und das Foto direkt als Weihnachtskarte ausgedruckt bekamen.

 

Die Lenzsiedlung ist heute ein lebenswertes Quartier, das zeigt, wie eine Großwohnsiedlung durch gezielte Investitionen und engagierte Bewohnerinnen und Bewohner zu einem Ort des Zusammenhalts und der Vielfalt werden kann.

Historische Aufnahme der Lenzsiedlung mit Bauzaun vor dem Neubau. | © Erich Andres

Die Lenzsiedlung gab von Beginn an vielen Familien ein Zuhause.

Auf der Skateanlage in der Lenzsiedlung fahren Kinder Skateboard. | © SAGA / Philipp Reiss

Der neue Skatepark in der Lenzsiedlung ist beliebt bei großen und kleinen Skatern.

Historische Luftaufnahme der Lenzsiedlung | © K.A.

Historische Luftaufnahme der Lenzsiedlung.

Weihnachtsfest in der Lenzsiedlung in Hamburg | © SAGA / Philipp Reiss

Beim Weihnachtsfest feierten die Bewohnerinnen und Bewohner 50 Jahre Lenzsiedlung.

Aktuelles

  • Mieterinnen und Mieter der SAGA sitzen an einem langen Tisch und essen Grünkohl. | © SAGA
    Aktuelles

    Seit 50 Jahren bei der SAGA zu Hause

    Die Geschäftsstelle Langenhorn hat insgesamt 20 Jubiläumsmieterinnen und -mieter, die seit 50 Jahren in bei der SAGA wohnen, zu einem besonderen Nachmittag eingeladen.

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    Im Klimaquartier Rahlstedt-Ost zeigt SAGA-Hauswart Alexander Basinel, wie Nachhaltigkeit in der Praxis aussehen kann. Gemeinsam mit seiner Frau hat er eine große Igelburg gebaut.

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    Heute starten wir unsere Reihe „Frag den Hauswart/die Hauswartin“ mit nützlichen Tipps rund ums Thema Wohnen. Die erste Frage lautet: „Wie heize und lüfte ich richtig?”

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